Wenn der Rückruf kommt, zählt eine einzige Frage: Wer hat Ware daraus bekommen?
Octibiz führt Chargen und Seriennummern dort, wo der Bestand gebucht wird, und nicht in einer zweiten Liste daneben. Jede Ein- und Auslagerung trägt ihre Charge, jede Auslieferung ihre Seriennummer, und ausgelagert wird nach Ablaufdatum statt nach Eingang. Eine chargenpflichtige Ware ohne Nachweis geht gar nicht erst raus.
Chargen, MHD und Seriennummern im laufenden System. 63 Einzelfunktionen in 9 Bereichen.
Auf einen Blick
- Zuordnung
- Im Paket Handel und Versand
- Im Founding-Programm
- Enthalten, ohne Aufpreis
- Familie
- Aufträge, Lager und Fertigung
- Betrieb
- In Deutschland oder auf eigener Infrastruktur. Eine isolierte Instanz je Kunde, eigene Datenbank.
Kommt dir das bekannt vor?
Der Rückruf trifft auf eine Excel-Liste
Der Lieferant meldet eine Charge, und im Haus beginnt die Suche: Wareneingangsordner, Lieferscheine, das Gedächtnis von zwei Kollegen. Bis feststeht, welche Kunden betroffen sind, ist ein halber Tag weg, und niemand kann garantieren, dass die Liste vollständig ist.
Ausgelagert wird, was zuerst kam
Nach Eingang sortiert klingt sauber, ist bei verderblicher Ware aber falsch. Eine spät gelieferte Charge mit kurzem Restdatum muss vor einer früher gelieferten mit langem raus. Wer das nicht rechnet, verschickt irgendwann Ware, die beim Kunden schon abgelaufen ist, und schreibt den Rest im Regal ab.
Die Restlaufzeit steht im Vertrag, aber nicht im System
Der Handelskunde verlangt mindestens sechzig Tage Restlaufzeit. Geprüft wird das beim Packen, per Kopfrechnen, von wechselnden Aushilfen. Die Reklamation kommt später, mit Rechnung.
Aufträge, Lager und Fertigung
Was Chargen, MHD und Seriennummern kann
Die wichtigsten 6 von 9 Funktionsbereichen. Die vollständige Liste steht darunter zum Aufklappen.
Nachweispflicht je Artikel: nur da, wo sie hingehört
Nicht dein ganzes Sortiment braucht Chargenführung. Deshalb legst du die Nachweis-Art je Artikel fest: keine, Charge oder Seriennummer. Ohne Eintrag verhält sich ein Artikel exakt wie bisher, keine Pflicht, keine Prüfung, kein zusätzlicher Klick im Wareneingang. Bei Chargenführung entscheidest du zusätzlich, ob ein Mindesthaltbarkeitsdatum Pflicht ist und wie viele Tage Restlaufzeit die Ware bei der Auslieferung mindestens haben muss.
Chargen entstehen im Wareneingang, nicht in einer Kartei
Eine Charge legst du nicht von Hand an. Sie entsteht in dem Moment, in dem die Ware ankommt und gebucht wird, mit Chargennummer, Mindesthaltbarkeit, Eingangsmenge und Eingangsdatum. Kommt später Ware derselben Chargennummer nach, wächst die Restmenge der bestehenden Charge, statt dass eine zweite Zeile entsteht. Nur so bleibt die Chargennummer der eine Schlüssel, über den ein Rückruf läuft.
FEFO: raus geht, was zuerst abläuft
Der Unterschied zwischen FIFO und FEFO ist der ganze Punkt. FIFO lagert aus, was zuerst kam, FEFO lagert aus, was zuerst abläuft, und bei verderblicher Ware sind das verschiedene Chargen. Octibiz rechnet die Reihenfolge bei jedem Abgang: nach Haltbarkeitsdatum aufsteigend, Chargen ohne Datum zuletzt, bei gleichem Datum entscheidet der Eingang. Reicht eine Charge nicht, entsteht ein Verbrauchsplan über mehrere Chargen.
Mindest-Restlaufzeit: die Zusage aus dem Rahmenvertrag als Regel
Viele Handelskunden verlangen eine Restlaufzeit, oft ein Drittel oder die Hälfte der Gesamthaltbarkeit. Diese Zusage gehört nicht ins Kopfrechnen am Packtisch, sondern in die Auswahlregel. Ware unterhalb der Schwelle wird nicht mehr vorgeschlagen und nicht mehr ausgeliefert, sie bleibt sichtbar im Bestand und du entscheidest, was damit passiert.
Seriennummern mit Lebenslauf statt Notizbuch
Eine Seriennummer ist kein Bestand, sondern ein einzelnes Stück mit Lebenslauf: auf Lager, ausgeliefert, retourniert oder verschrottet. Die Nummer ist je Artikel eindeutig, und der Zustand ist ein Automat. Dasselbe Stück zweimal auszuliefern ist damit nicht bloß unwahrscheinlich, sondern ausgeschlossen. Beim Wareneingang muss die Anzahl der erfassten Nummern zur gebuchten Menge passen, sonst wird nicht gebucht.
Chargensperre: der Griff, auf den es im Ernstfall ankommt
Wenn eine Charge verdächtig ist, muss sie sofort aus dem Verkauf, und zwar vor der Ursachenklärung. In Octibiz sperrst du sie mit einem Klick und einer Pflicht-Begründung, zum Beispiel Rückruf oder Qualitätsprüfung. Die Ware bleibt physisch im Lager und im Bestand, wird aber bei keinem Vorschlag mehr angeboten und geht nicht mehr raus. Freigeben geht genauso schnell, wenn die Prüfung sie entlastet.
Alle Funktionen im Überblick
63 Einzelfunktionen, nach Bereichen sortiert. Aufklappen, was dich interessiert.
Nachweispflicht (6 Funktionen)
- Drei Nachweis-Arten
- Keine, Charge oder Seriennummer je Artikel.
- MHD-Pflicht
- Schalter je Artikel, erzwingt das Haltbarkeitsdatum beim Zugang.
- Mindest-Restlaufzeit
- Regel in Tagen, 0 bedeutet keine Regel.
- Kein Zwang ohne Eintrag
- Artikel ohne Nachweis-Art verhalten sich unverändert.
- Umstellsperre
- Nachweis-Art nicht mehr änderbar, sobald Einheiten erfasst sind.
- Übersicht je Artikel
- Nachweis-Art, MHD-Pflicht und Restlaufzeit auf einen Blick.
Chargen (9 Funktionen)
- Anlage im Wareneingang
- Chargen entstehen aus der Buchung, nicht von Hand.
- Eindeutige Chargennummer
- Je Artikel eindeutig, nie wiederverwendet.
- Eingangsmenge unveränderlich
- Bleibt als Nachweis stehen.
- Restmenge
- Zieht bei jedem Abgang mit.
- Haltbarkeitsdatum
- Optional je Charge, Pflicht bei MHD-Pflicht.
- Eingangsdatum
- Wann die Charge ins Haus kam.
- Nachlieferung derselben Nummer
- Erhöht die Restmenge statt eine Dublette anzulegen.
- Abgelaufene Ware blockiert
- Wird beim Zugang gar nicht erst eingebucht.
- Chargenbestände-Liste
- Chargennummer, Artikel, Restmenge, MHD, Zustand.
FEFO und Restlaufzeit (8 Funktionen)
- FEFO-Reihenfolge
- Frühestes Verfallsdatum zuerst.
- Chargen ohne MHD zuletzt
- Sie laufen nie ab, es gibt keinen Grund sie vorzuziehen.
- Reproduzierbarkeit
- Bei gleichem MHD entscheidet der Wareneingang.
- Verbrauchsplan
- Aufteilung über mehrere Chargen, wenn eine nicht reicht.
- Übersprungen wird
- Gesperrtes, Abgelaufenes und zu kurz Haltbares.
- Fehlmengen-Meldung
- Nennt die konkret fehlende Menge statt falsch zu greifen.
- Scan schlägt Vorschlag
- Eine ausdrücklich gewählte Charge gewinnt, wenn sie zulässig ist.
- Prüfung auch bei Wahl
- Auch die gescannte Charge wird gegen Sperre, MHD und Menge geprüft.
Seriennummern (7 Funktionen)
- Vier Zustände
- Auf Lager, ausgeliefert, retourniert, verschrottet.
- Eindeutigkeit
- Seriennummer je Artikel eindeutig.
- Mengenabgleich beim Zugang
- Anzahl der Nummern muss der Menge entsprechen.
- Doppelversand ausgeschlossen
- Ein ausgeliefertes Stück lässt sich nicht erneut versenden.
- Auslieferungs-Historie
- Zeitpunkt und Belegbezug bleiben stehen, auch nach Retoure.
- Chargenbezug
- Zuordnung zur Charge, wenn ein Artikel beides führt.
- Kein Vorschlag
- Bei Seriennummern entscheidet der Scan, nicht die Rechnung.
Sperren (6 Funktionen)
- Charge sperren
- Mit Pflicht-Begründung, zum Beispiel Rückruf.
- Charge freigeben
- Zurücknehmen, wenn die Prüfung entlastet.
- Grund sichtbar
- Steht in der Liste neben dem Zustand.
- Bestand bleibt
- Gesperrte Ware bleibt im Lager und in der Bewertung.
- Wirkung auf Auswahl
- Gesperrtes wird übersprungen und bei Wahl abgewiesen.
- Eigenes Recht
- Getrennt vom Lesen und vom Einstellen.
Verwendungsnachweis (8 Funktionen)
- Suche nach Chargennummer
- Vollständige Bewegungshistorie der Charge.
- Suche nach Seriennummer
- Vollständige Historie des einzelnen Stücks.
- Artikel-Eingrenzung
- Optional zusätzlich auf einen Artikel filtern.
- Journal-Spalten
- Zeitpunkt, Bewegungsart, Menge, Charge, Serie, Beleg.
- Bewegungsarten in Klartext
- Zugang, Auslieferung, Korrektur, Reservierung, Freigabe, Inventur.
- Empfänger bei Serien
- Kunde, sofern am Stück hinterlegt.
- Suchbegriff erforderlich
- Ohne Nummer keine Antwort, ein Vollabzug ist kein Nachweis.
- Leere Treffermenge benannt
- Klare Meldung statt leerer Tabelle.
Durchsetzung an der Buchung (8 Funktionen)
- Zugang ohne Charge
- Wird abgewiesen.
- Zugang ohne MHD bei Pflicht
- Wird abgewiesen.
- Zugang abgelaufener Ware
- Wird abgewiesen.
- Unbekannte Charge oder Serie
- Abgang wird abgewiesen.
- Menge über Chargenbestand
- Abgang wird abgewiesen, mit Angabe des Verfügbaren.
- Reservierung und Korrektur
- Tragen die Angabe mit, wählen aber nichts aus.
- Journal-Eintrag
- Charge und Seriennummer hängen an der Bewegung.
- Sauberes Aus-Verhalten
- Ohne das Modul bucht die Warenwirtschaft wie zuvor.
Anzeige und Etikett (5 Funktionen)
- Haltbarkeits-Ampel
- Abgelaufen rot, nächste 30 Tage gelb.
- Neutral ohne MHD
- Chargen ohne Haltbarkeit bleiben ungefärbt.
- Etiketten-Motiv Charge
- Chargennummer, Artikel, MHD, Wareneingang, Restmenge.
- Mitgelieferte Vorlage
- MHD als größtes Element.
- Ehrliches Leerfeld
- Kein "unbegrenzt", wenn kein Datum vorliegt.
Verwaltung (6 Funktionen)
- Drei getrennte Rechte
- Lesen, Nachweispflicht festlegen, Sperren.
- Leserecht vorbelegt
- Vertrieb, Support und Umsetzung sehen Chargen und Sperren.
- Kritische Rechte offen
- Einstellen und Sperren ohne Vorbelegung.
- Prüfprotokoll
- Sperren, Freigaben und Pflicht-Änderungen sind nachvollziehbar.
- Navigation ohne Wildwuchs
- Der Bereich hängt neben Artikeln und Beständen.
- Rückstandsfreie Deinstallation
- Pflichten und Daten verschwinden mit dem Modul.
Was hier anders ist
Die Prüfung sitzt an der Buchung, nicht im Formular
Andere Systeme bieten Felder für Charge und MHD an und verlassen sich darauf, dass sie jemand füllt. Octibiz weist die Buchung ab, wenn der Nachweis fehlt. Das ist im Alltag unbequemer und im Ernstfall der Unterschied zwischen einer belastbaren Auskunft und einer Schätzung.
Die Rückruf-Antwort kommt aus dem Journal, nicht aus dem Restbestand
Der Restbestand weiß, was noch da ist. Die Frage im Rückrufsfall lautet aber, wohin der Rest gegangen ist. Deshalb liest der Verwendungsnachweis die Bewegungen und liefert Zeitpunkt, Menge und Beleg, auch für Chargen, die längst aufgebraucht sind.
Ein System statt eines Compliance-Anbaus
Charge, Auftrag, Kommissionierung, Sendung und Rechnung liegen in derselben Datenbasis. Die Pickliste kennt deshalb die vorgeschlagene Charge, und der Beleg aus dem Verwendungsnachweis führt ohne Systemwechsel zum Kunden und zu seiner Ticket-Historie.
Ein System, kein Flickwerk
Womit Chargen, MHD und Seriennummern zusammenarbeitet
Kein Zapier, keine Sync-Jobs, keine doppelten Stammdaten. Die Nachbarmodule lesen dieselben Daten.
Produkte & PIM
Die Nachweispflicht hängt am Artikel, greift aber nicht in den Artikelstamm ein. Das Bewegungsjournal der Bestandsführung ist die Quelle des Verwendungsnachweises, und jede Buchung trägt dort Charge oder Seriennummer.
Waren-Einkauf
Chargen und Serieneinheiten entstehen beim Wareneingang. Fehlt die Chargennummer, das Haltbarkeitsdatum oder eine Seriennummer, wird der Zugang abgewiesen statt still gebucht.
Mehr dazuLagerverwaltung
Die Pickliste sagt dem Kommissionierer, welche Charge zu nehmen ist, nämlich die früher ablaufende. Der Vorschlag ist unverbindlich, ein abweichender Chargen-Scan am Gerät gewinnt. Für seriengeführte Artikel gibt es bewusst keinen Vorschlag, dort erfasst der Scan die Nummer.
Mehr dazuVersand
Beim Versand wird der Bestand abgebucht, und genau dort wird die Charge oder Seriennummer festgeschrieben. Der Belegbezug im Verwendungsnachweis führt zurück auf die Sendung und damit auf den Empfänger.
Mehr dazuMultilager
Chargen und Seriennummern hängen am Artikel und am Bestand, die Lagerorte und Plätze kommen aus dem Multilager. Beides zusammen ergibt die Auskunft, welche Ware wo liegt und wie lange sie noch haltbar ist.
Mehr dazuAufträge
Eine gesperrte Charge macht sich in der Lieferfähigkeit bemerkbar, bevor jemand einen Termin zusagt. Deshalb ist das Leserecht standardmäßig auch im Vertrieb gesetzt.
Mehr dazuAutomation, API und KI
So bedient die KI Chargen, MHD und Seriennummern
Die KI ruft dieselben Operationen auf wie die Oberfläche, unter deinen Rechten.
KI-Assistent · eingetippt
"Wer hat Ware aus Charge CH-2026-0042 bekommen?" Die KI liest den Verwendungsnachweis und listet die Auslieferungen mit Menge, Zeitpunkt und Beleg.
Automationen, die du damit baust
- Wenn eine Charge gesperrt wird, dann informiere Vertrieb und Qualitätssicherung mit Chargennummer und Grund und lege eine Prüf-Aufgabe an.
- Wenn ein Wareneingang wegen fehlender Chargenangabe abgewiesen wird, dann benachrichtige die Lagerleitung mit Artikel und Beleg.
- Wenn eine Charge unter eine Restmenge von 10 fällt, dann erinnere den Einkauf an die Nachbestellung.
- Wenn eine Seriennummer als retourniert gebucht wird, dann lege dem Service eine Prüf-Aufgabe mit Bezug auf den ursprünglichen Auftrag an.
Die KI bedient alle 2.168 API-Operationen unter denselben Rechte-, Marken- und Audit-Regeln wie ein Mensch. Von außen über MCP anbindbar, in der App direkt bedienbar, beides aus demselben Funktionsumfang.
Klare Kante
Wofür du etwas anderes brauchst
Damit du im Vergleich nicht raten musst, was hier absichtlich fehlt.
Kein Qualitätsmanagement-System
Prüfpläne, Musterrückstellungen, Freigabe-Workflows und Abweichungsmanagement gehören nicht hierher, das Modul beantwortet die Frage nach Herkunft und Verbleib. Wenn du zertifizierte QM-Prozesse abbilden musst, brauchst du ein dediziertes System daneben.
Chargengenaue Platzführung: geplant
Chargen tragen heute eine Restmenge je Artikel, nicht je Lagerplatz. Was auf welchem Platz liegt, weiß das Multilager, welche Charge gegriffen wurde, hält der Scan fest. Die Verbindung beider Ebenen ist vorgesehen.
Nachkommastellen bei chargenpflichtigen Mengen: geplant
Chargen und Serieneinheiten werden derzeit in ganzen Einheiten geführt. Für Meterware und Gewichtsware in Nachkommastellen ist das noch keine saubere Lösung.
Empfänger direkt in der Rückruf-Liste: geplant
Bei Seriennummern zeigt der Verwendungsnachweis den Kunden, sofern er am Stück hinterlegt ist; bei Chargen führt heute der Belegbezug zum Empfänger. Die automatische Auflösung zu einer fertigen Kundenliste je Charge kommt.
Automatische MHD-Warnung: geplant
Die Haltbarkeits-Ampel zeigt dir ablaufende Ware in der Übersicht, eine terminierte Benachrichtigung gibt es dafür noch nicht. Bis dahin baust du sie dir über die Automations-Engine.
Rückruf als geführter Ablauf: geplant
Sperren, Verwendungsnachweis und Benachrichtigung sind vorhanden, aber noch nicht zu einem Assistenten verbunden, der die betroffenen Kunden anschreibt und den Rücklauf verfolgt. Über eine Automation lässt sich der Weg heute schon abbilden.
Wo dieses Modul heute steht
JungGebaut und benutzbar, aber noch frisch. Wir sagen dir vorher, was es heute kann und was noch nicht.
Als Founding-Partner bekommst du es ohne Aufpreis und bestimmst mit, wie es am Ende funktioniert. So läuft das Programm.
Häufige Fragen zu Chargen, MHD und Seriennummern
Reicht das für eine Prüfung nach Lebensmittelrecht oder für ein Audit?
Für die Kernanforderung "einen Schritt vorwärts, einen Schritt zurück" liefert Octibiz die Grundlage: Zu jeder Charge steht im Bewegungsjournal, wann sie kam, wie viel wo abging und über welchen Beleg. Die Auskunft ist in Sekunden abrufbar und exportierbar. Was Octibiz nicht ist: ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System mit Prüfplänen, Freigabe-Workflows und Musterverwaltung. Wenn dein Audit das verlangt, brauchst du dafür ein QM-System, und wir sagen dir das vor dem Projekt und nicht während der Prüfung.
Muss ich mein ganzes Sortiment umstellen?
Nein, und das ist Absicht. Die Nachweispflicht setzt du je Artikel, alles ohne Eintrag verhält sich unverändert. Typisch ist ein kleiner Teil des Sortiments mit Chargenpflicht und ein noch kleinerer mit Seriennummern. Eine Einschränkung, die du kennen solltest: Sobald für einen Artikel Einheiten erfasst sind, lässt sich die Nachweis-Art nicht mehr umstellen, weil bestehende Chargen sonst zu nichts mehr gehören würden. Die Entscheidung triffst du also vor dem ersten Wareneingang.
Wie kommen bestehende Chargen aus meinem Altsystem herüber?
Über die Wareneingangsbuchung, nicht über einen direkten Chargen-Import: Der Anfangsbestand wird je Charge eingebucht, mit Chargennummer, Menge und Haltbarkeitsdatum. Das ist zwar mehr Aufwand als ein Tabellenimport, sorgt aber dafür, dass jede Charge von Anfang an einen Journal-Eintrag hat. Historische Bewegungen aus dem Altsystem lassen sich nicht rückwirkend nachbilden, deine Rückruf-Auskunft beginnt also mit dem Umstiegsdatum. Sag uns im Onboarding, ab wann du lückenlos sein musst.
Was passiert mit Ware, die gesperrt oder abgelaufen ist?
Sie bleibt physisch im Lager und im Bestand, ist aber nicht mehr auslieferbar: FEFO überspringt sie, und wer sie ausdrücklich wählt, bekommt eine Abweisung. Damit verschwindet sie nicht aus deinen Zahlen, was für die Bewertung wichtig ist, taucht aber in keinem Vorschlag mehr auf. Was danach passiert, also Vernichtung, Rücksendung an den Lieferanten oder Freigabe nach Prüfung, entscheidest du.
Wie schlägt sich das gegen Xentral, JTL oder Tricoma?
Chargen und Seriennummern führen die etablierten Systeme auch, teils seit Jahren und mit mehr Feinheiten in Randbereichen. Zwei Unterschiede machen es hier trotzdem anders. Erstens die Durchsetzung: Wo andere ein Feld anbieten, weist Octibiz die Buchung ab, wenn der Nachweis fehlt. Zweitens die Verbindung nach vorn: Die Pickliste kennt den Chargen-Vorschlag, und vom Journal-Eintrag führt der Beleg direkt zum Kunden, zu seiner Rechnung und zu seinem Ticket, ohne Systemwechsel. Wer nur ein MHD-Feld sucht, findet das überall. Wer im Rückrufsfall in fünf Minuten eine belastbare Kundenliste braucht, sollte genauer hinsehen.
Kann ich sehen, welche Charge an welchem Lagerplatz liegt?
Heute nicht. Chargen werden je Artikel mit Restmenge geführt, die Verteilung im Lager verwaltet das Multilager auf Platzebene. In der Praxis reicht das für die meisten Häuser, weil der Chargen-Scan beim Greifen festhält, welche Charge tatsächlich aus dem Fach kam. Eine chargengenaue Platzführung steht in der Roadmap.
Funktioniert das Modul auch allein, ohne den Rest der Warenwirtschaft?
Es braucht die Artikel- und Bestandsführung, denn ohne Bestandsbuchung gibt es nichts nachzuweisen. Alles Weitere ist optional: Ohne Lagerverwaltung entfällt der Chargen-Vorschlag am Handgerät, ohne Versandmodul fehlt der Belegbezug zur Sendung, der Verwendungsnachweis funktioniert trotzdem. Deinstallierst du das Modul wieder, verschwinden Pflichten und Chargendaten und die Bestandsführung verhält sich wie zuvor.
Chargen, MHD und Seriennummern im echten Betrieb sehen
Wir zeigen dir Chargen, MHD und Seriennummern in einer laufenden Octibiz-Instanz mit realistischen Handelsdaten. 30 Minuten, keine Folien.
