Druck & Arbeitsplätze

Überblick
Vier Flächen, die zusammen den Etikettendruck tragen:
| Fläche | Was sie beantwortet |
|---|---|
| Arbeitsplätze | wo gedruckt und gewogen wird — und ob dort gerade ein Agent läuft |
| Drucker | welches Gerät an welchem Arbeitsplatz steckt und was es annimmt |
| Etiketten-Vorlagen | was auf Artikel-, Regal- und Chargen-Etiketten steht |
| Druckaufträge | was an den Geräten liegt — und was dort schiefging |
Der Satz, der die häufigste Störung erklärt, steht in der Anwendung selbst: Ohne angemeldeten Drucker gibt es keinen Direktdruck. Der Agent am Arbeitsplatz ist die Verbindung zwischen System und Gerät; läuft er nicht, entstehen Aufträge, die niemand ausdruckt.
Kernaufgaben
Arbeitsplätze einrichten. Je Ort, an dem gedruckt oder gewogen wird. Die Anzeige sagt, ob dort gerade ein Agent läuft.
Drucker anmelden. Gerät, Arbeitsplatz und die angenommenen Formate.
Etiketten-Vorlagen pflegen. Je Ding eine Vorlage — Artikel, Regal, Charge. Chargen-Etiketten greifen auf die Daten aus Chargen und Seriennummern zu.
Druckaufträge prüfen. Die Liste zeigt, was ansteht und was fehlschlug. Sie ist der erste Ort bei einer Störung — nicht der Drucker.
Felder im Detail
Die Spalte Was es bewirkt beantwortet, was sich im System ändert — nicht, wie das Feld heißt. Der graue Name dahinter ist das Feld der API: unter ihm läuft dasselbe über Automation, Import und KI-Werkzeuge.
Arbeitsplatz
| Feld | Pflicht | Werte / Format | Was es bewirkt |
|---|---|---|---|
Schlüssel workplaceKey | ja | Text, kleingeschrieben, etwa packtisch-1 | Womit sich der lokale Agent meldet — derselbe Schlüssel steht in seiner Konfiguration. Er ist die Kennung in Aufträgen und Auswertungen. |
Name name | ja | Text | Wie der Arbeitsplatz in der Liste heißt — meist der Ort, etwa „Packtisch 2". |
Aktiv active | nein | Ja/Nein | Ob der Arbeitsplatz Aufträge bekommt. |
Marke brandId | nein | eine Ihrer Marken | Für welche Marke der Arbeitsplatz arbeitet. Ein Marken-Wechsel entwertet das Agent-Token: der Arbeitsplatz bleibt stumm, bis ein neues ausgegeben ist. Die Antwort sagt es ausdrücklich. |
Das Geräte-Token ist bewusst kein Feld, sondern eine eigene Handlung: Jede Ausgabe entwertet die vorige, und der Klartext existiert genau einmal — in der Antwort der Ausgabe. Danach steht in der Liste nur noch ein Wiedererkennungs-Präfix. Ein Token sieht ausschließlich die Aufträge dieses Arbeitsplatzes.
Drucker
| Feld | Pflicht | Werte / Format | Was es bewirkt |
|---|---|---|---|
Arbeitsplatz workplaceUlid | ja | bestehender Arbeitsplatz | Wo das Gerät steht. |
Geräte-Schlüssel printerKey | ja | Text, Warteschlangenname des Betriebssystems, etwa ZDesigner-GK420d | Unter welchem Namen der Agent das Gerät kennt. Stimmt er nicht, findet der Agent den Drucker nicht. |
Name name | ja | Text | Wie das Gerät in der Auswahl heißt. |
Format format | ja | zpl oder pdf | Was das Gerät annimmt. Etikettendrucker sprechen ZPL, Bürodrucker PDF. |
Dokumenttypen documentTypes | nein | Liste, etwa shipping_label, delivery_note; leer = alle | Die eigentliche Zuordnung: So geht das Versandetikett auf den Etikettendrucker und der Lieferschein auf den A4-Drucker, ohne dass jemand wählt. Leer heißt „nimmt alles" — der Ein-Drucker-Fall läuft ohne Einrichtung. |
Standard isDefault | nein | Ja/Nein | Welches Gerät genommen wird, wenn mehrere passen. |
Aktiv active | nein | Ja/Nein | Ob das Gerät Aufträge bekommt. |
Etiketten-Vorlage
| Feld | Pflicht | Werte / Format | Was es bewirkt |
|---|---|---|---|
Ding subjectType | ja | product (Artikel), bin (Lagerplatz), batch (Charge) | Wofür die Vorlage gilt. Jedes Ding bringt seine eigenen Platzhalter mit; die Liste steht über der Tabelle. |
Schlüssel templateKey | ja | Text, etwa product-ean-50x30 | Die Kennung der Vorlage. Nach dem Anlegen unveränderlich — und der Hebel, um eine mitgelieferte Vorlage abzulösen: eine eigene mit demselben Schlüssel gewinnt. |
Name name | ja | Text | Wie die Vorlage in der Auswahl heißt. |
Inhalt body | ja | ZPL mit Platzhaltern der Form {{ variable }} | Was auf dem Etikett steht. Ein unbekannter Platzhalter wird beim Speichern im Klartext abgewiesen — nicht erst beim Druck. |
Breite widthMm | nein | Zahl in Millimetern | Die Etikettenbreite. |
Höhe heightMm | nein | Zahl in Millimetern | Die Etikettenhöhe. |
Standard isDefault | nein | Ja/Nein | Welche Vorlage für dieses Ding ohne weitere Wahl genommen wird. |
Aktiv active | nein | Ja/Nein | Ob die Vorlage angeboten wird. Über die Oberfläche entsteht sie aktiv; das Stilllegen ist ein Weg über Schnittstelle und Automation. |
Die Liste zeigt auch die mitgelieferten Vorlagen. Sie stehen im Programm und haben keine Datenbank-Zeile; sie zu verschweigen hieße, die Verwaltung meldet „keine Vorlagen", während das System druckt.
Druckauftrag
Ein Auftrag entsteht aus einer Handlung — Etikett drucken, Beleg ausgeben — und aus Automation und Schnittstelle. Auf dieser Seite wird er nicht angelegt, sondern beobachtet, abgebrochen und nachgedruckt.
| Feld | Pflicht | Werte / Format | Was es bewirkt |
|---|---|---|---|
Arbeitsplatz workplaceKey | ja | Schlüssel eines Arbeitsplatzes | Wo gedruckt wird. |
Dokumenttyp documentType | ja | Text, etwa shipping_label | Was gedruckt wird. Danach sucht die Registry das passende Gerät. |
Format format | ja | zpl oder pdf | In welcher Sprache die Nutzlast vorliegt. |
Nutzlast payload | ja | ZPL-Text oder base64-kodiertes PDF | Der Druckinhalt. Er wird nie zurückgelesen — ein Etikett trägt Empfängeranschrift und Sendungsnummer, und die Warteschlange ist eine Betriebsansicht, kein Dokumentenarchiv. Wer das Etikett braucht, holt es am Beleg. |
Anzahl copies | nein | Zahl | Wie viele Exemplare. |
Gerät printerKey | nein | Schlüssel eines Druckers | Ein ausdrücklich verlangtes Gerät. Ohne Angabe entscheidet die Registry über Dokumenttyp und Format. |
| Angabe | Woher | Was sie bedeutet |
|---|---|---|
| Status | Rückmeldung des Agenten | Wartend, geholt, gedruckt, fehlgeschlagen oder abgebrochen. Ein fehlgeschlagener Auftrag bleibt stehen und wird nicht stillschweigend verworfen — sonst fehlte ein Etikett, ohne dass es jemandem auffällt. |
| Fehlergrund | Rückmeldung des Agenten | Warum es schiefging. Häufig ein Format, das der Drucker nicht annimmt. |
| Abbrechen | Handlung | Nur solange den Auftrag noch niemand geholt hat. |
| Erneut drucken | Handlung | Schickt denselben Auftrag noch einmal. Bei Belegen mit Nummer entsteht dabei keine neue Nummer. |
| Waage | Agent am Arbeitsplatz | Gewicht in Gramm und ob der Wert steht. Nur Anzeige — es gibt nichts einzutragen; ein veralteter Wert wird gar nicht erst gezeigt. |
Einstellungen & Rechte
- Modul
module.print. print.workplace.view/.managefür Arbeitsplätze und Drucker,print.job.view,
.create, .manage für Aufträge.
- Der Agent läuft am Arbeitsplatz, nicht im Browser. Er ist Voraussetzung für Direktdruck.
- Regal-Etiketten passen zu den Lagerplätzen aus dem Multilager.
FAQ & Fehlerbilder
Es wird nichts gedruckt. Prüfen Sie in dieser Reihenfolge: Läuft der Agent am Arbeitsplatz? Ist ein Drucker angemeldet? Nimmt er das Format an? Erst danach das Gerät selbst.
Ein Druckauftrag steht auf fehlgeschlagen. Die Liste nennt den Grund. Häufig ist es ein Format, das der Drucker nicht annimmt.
Das Etikett zeigt die falschen Angaben. Prüfen Sie die Vorlage — je Ding gibt es eine eigene.
Chargen-Etiketten sind leer. Dann ist der Artikel nicht nachweispflichtig gesetzt, siehe Chargen.