Zahlungsbedingungen

Überblick
Eine Zahlungsbedingung bündelt die Nettofrist und die Skontostufen zu einem benannten Stammdatum — etwa „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto". Sie wird am Kunden beziehungsweise Lieferanten vorbelegt und von dort in den Beleg übernommen.
Entscheidend ist, was beim Festschreiben der Rechnung passiert: Die Bedingung wird dort eingefroren. Eine spätere Änderung an dieser Stelle ändert ausgestellte Rechnungen nicht. Das ist keine technische Einschränkung, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Rechnung ein Beleg ist und kein Fenster auf den heutigen Stand der Stammdaten.
Kernaufgaben
Bedingung anlegen. Neue Zahlungsbedingung verlangt eine Bezeichnung und die Konditionen. Die Liste zeigt Bezeichnung, die Bedingung in Kurzform, die Geltung, die Vorbelegung und den Aktiv-Zustand.
Geltung wählen. Drei Möglichkeiten: Verkauf, Einkauf oder Verkauf & Einkauf. Die Geltung entscheidet, wo die Bedingung überhaupt angeboten wird.
Vorbelegung setzen. Die als Standard markierte Bedingung wird bei neuen Kunden und Lieferanten vorgeschlagen. Am einzelnen Partner lässt sie sich abweichend setzen.
Felder im Detail
| Feld | Pflicht | Werte / Format | Was es bewirkt |
|---|---|---|---|
Schlüssel termKey | ja | Text, max. 50 Zeichen | Die technische Kennung. Nicht mehr ändern, sobald Belege darauf verweisen. |
Name name | ja | Text, max. 120 Zeichen | Wie die Bedingung in der Auswahl heißt, etwa „14 Tage netto, 2 % Skonto in 7 Tagen". |
Nettotage netDays | nein | 0 bis 3650 | Nach wie vielen Tagen die Rechnung fällig ist. 0 heißt sofort fällig. Daraus rechnet das System das Fälligkeitsdatum — und daran hängt das gesamte Mahnwesen. |
Skontostaffeln discounts | nein | Liste aus Tagen und Prozent | Innerhalb welcher Frist welcher Nachlass gilt. Mehrere Stufen sind erlaubt („3 % in 7 Tagen, 2 % in 14"). Der Zahlungsabgleich erkennt einen Skontoabzug daran als berechtigt, statt ihn als Fehlbetrag zu melden. |
Geltung scope | nein | Verkauf, Einkauf, beides | Wo die Bedingung angeboten wird. Ihre eigenen Zahlungsziele beim Lieferanten sind andere als die, die Sie Kunden geben. |
Belegtext documentText | nein | Text | Der Wortlaut, der auf dem Beleg erscheint. Er ist das, was der Kunde liest — deshalb steht hier ein ganzer Satz und nicht die Kurzform aus dem Namen. |
Standard isDefault | nein | Ja/Nein | Was vorgeschlagen wird, wenn beim Kunden nichts hinterlegt ist. |
Reihenfolge sortOrder | nein | Zahl | Position in der Auswahl. |
Aktiv active | nein | Ja/Nein | Aus heißt: nicht mehr wählbar, bestehende Belege behalten ihre Bedingung. |
Einstellungen & Rechte
- Recht
platform.settings.manage. Ohne dieses Recht ist die Seite nicht erreichbar. - Bereits ausgestellte Belege bleiben unverändert — auch beim Löschen einer Bedingung.
- Fälligkeit und Skonto werden zentral gerechnet. Alle Module rechnen mit demselben Verfahren;
es gibt keine zweite Rechenweise an anderer Stelle.
- Deaktivieren statt löschen, wenn eine Bedingung ausläuft: So bleibt sie an bestehenden Partnern
lesbar, wird aber nicht mehr neu vergeben.
FAQ & Fehlerbilder
Die Fälligkeit auf einer Rechnung stimmt nicht mit der Bedingung überein. Prüfen Sie, wann die Rechnung festgeschrieben wurde. Sie trägt die Bedingung von damals, nicht die von heute.
Eine Bedingung erscheint beim Lieferanten nicht. Prüfen Sie die Geltung. Eine Bedingung mit Geltung Verkauf wird im Einkauf nicht angeboten.
Skonto wird nicht gezogen. Prüfen Sie, ob die Bedingung überhaupt Skontostufen enthält und ob die Zahlung innerhalb der Frist lag.
Wir brauchen eine abweichende Bedingung für einen einzelnen Kunden. Setzen Sie sie direkt am Kunden. Die Vorbelegung hier ist ein Vorschlag, keine Fessel.