DHL Paket
Zweck
Diese Anbindung kauft DHL-Etiketten dort, wo die Sendung entsteht — im Versandprozess, ohne Wechsel in ein Portal des Dienstleisters. Sie beantwortet drei Fragen an einer Stelle: Welches Produkt gilt für dieses Paket, wie lautet die Sendungsnummer, und wo ist die Sendung gerade.
Funktionsumfang
- Drei Produkte:
paket(Inland),warenpost(leichte Sendungen bis 1.000 g) und
international.
- Höchstgewicht 31,5 kg je Packstück — darüber lehnt die Anbindung ab, statt eine Sendung zu
erzeugen, die am Band liegen bleibt.
- Sendungsverfolgung mit Statusabgleich, aus dem der Versand seine Zustände ableitet.
- Retourenetiketten aus demselben Vorgang.
- Zollpapiere für Sendungen ins Drittland laufen über dieselbe Anfrage wie das Etikett.
- Altersnachweis (Sichtprüfung ab 16 oder 18 Jahren) für Artikel mit Altersgrenze — nur beim
Paket national: eine leichte Sendung wird dann nicht zur Warenpost, eine ausdrücklich gewählte Warenpost oder internationale Sendung wird abgewiesen.
- Echtes Storno: DHL löscht eine stornierte Sendung wirklich. Der Versand darf deshalb ein
„gelöscht" melden und meint es auch so.
Einrichtung
Die Zugangsdaten stehen als Integration unter Integrationen — Anbieter dhl. Die Namen der Zugangsschlüssel tragen den Anbieter vorne; so bleiben sie von den Einstellungen anderer Anbindungen getrennt.
| Einstellung | Pflicht | Bedeutung |
|---|---|---|
dhl_api_key | ja | Anwendungsschlüssel aus dem DHL-Entwicklerportal. Wird verschlüsselt abgelegt und nie wieder angezeigt. |
dhl_portal_user | ja | Benutzer des DHL-Geschäftskundenportals. Wird verschlüsselt abgelegt und nie wieder angezeigt. |
dhl_portal_password | ja | Passwort dazu. Wird verschlüsselt abgelegt und nie wieder angezeigt. |
billing_number | ja | Abrechnungsnummer (14-stellig: EKP, Verfahren, Teilnahme). Nicht die Kundennummer. |
billing_numbers | nein | Abrechnungsnummer je Produkt, z. B. V62WP für Warenpost — DHL rechnet je Produkt getrennt ab; fehlt eine, gilt billing_number. |
shipper | ja | Absenderanschrift als Feldgruppe; DHL verlangt sie bei jeder Sendung. Geht unverändert an DHL, Feldnamen wie in der DHL-Schnittstelle. |
production | nein | true schaltet in den Echtbetrieb. Ohne Angabe läuft alles gegen die Testumgebung. |
Zugangsdaten, die noch unter dem alten Namen ohne Anbieter-Präfix im Klartext stehen, übernimmt das System verschlüsselt — beim nächsten Speichern oder Lesen der Integration und mit dem Update-Schritt „Zugangsdaten verschlüsselt ablegen" (bin/console app:secrets:migrate).
Zusammenspiel
Die Anbindung hängt am Versand: dort entsteht die Sendung, dort wird das Etikett gekauft, dort läuft die Sendungsverfolgung. Die Zugangsdaten stehen als Integration unter Integrationen in der verschlüsselten Ablage — nie in einer Einstellung und nie im Klartext; dieselbe Stelle schaltet zwischen Testumgebung und Produktion um. Etiketten und Lieferscheine gehen über Druck & Arbeitsplätze an den richtigen Drucker. Wann welches Etikett entsteht und in wie vielen Exemplaren, entscheiden Automationen — der Versand bringt dafür keine eigene Regel-Mechanik mit.
Grenzen
- Warenpost hat eine harte Gewichtsgrenze von 1.000 g. Sie ist kein Preisvorteil, den man
ausreizt, sondern eine Annahmebedingung: darüber ist es ein Paket.
- Der Echt-Lauf steht aus. Geprüft ist, dass wir richtig fragen und die Antwort richtig deuten —
die Prüfungen fahren die Schnittstelle mit vorbereiteten Antworten. Dass DHL die erzeugte Anfrage tatsächlich annimmt, ist damit nicht belegt; dafür fehlt ein Zugang zur echten Testumgebung.
- Preise und Vertragskonditionen kommen nicht von hier. Was eine Sendung kostet, steht im
Vertrag mit dem Dienstleister; diese Anbindung kauft das Etikett, sie rechnet es nicht.