Vorgänge

Zweck
Alles, was jemand bearbeitet, ist ein Vorgang — eine Aufgabe im Projekt ebenso wie ein Ticket aus dem Kundendienst. Beide sind nicht verwandte Objekte, sondern dasselbe Objekt in zwei Ausprägungen.
Der Gewinn zeigt sich dort, wo Systeme sonst auseinanderfallen: Wird aus einer internen Aufgabe ein Kundenanliegen, wechselt sie die Ausprägung und behält ihre Geschichte — Kommentare, Zuständigkeit, Verlauf, Zeitbuchungen. Es gibt nichts umzukopieren und nichts, was doppelt gepflegt werden müsste.
Funktionsumfang
- Gemeinsame Merkmale beider Ausprägungen: Status, Priorität, Zuständigkeit, Fälligkeit,
Beginn, Sichtbarkeit, Verlauf und Kommentare.
- Status und Prioritäten sind Stammdaten, kein fester Programmcode — umbenennbar, ergänzbar,
umsortierbar. Eine Kategorie ordnet jeden frei benannten Status einer der Bedeutungen offen, aktiv, erledigt, abgebrochen zu; daran hängen alle Auswertungen.
- Unteraufgaben und Abhängigkeiten, einschließlich der Blockade eines Vorgangs durch einen
anderen.
- Listen als Ordnungsmittel — global oder je Projekt, per Ziehen oder Tastatur sortierbar.
- Sichtbarkeit je Vorgang, damit Interna nicht versehentlich nach außen geraten.
Zusammenspiel
Vorgänge sind der Angelpunkt vieler Module: Projekte planen sie, die Zeiterfassung bucht auf sie, der Kundendienst führt sie als Tickets, und die Automations-Engine reagiert auf ihre Ereignisse. Die persönliche Sicht darauf ist Meine Arbeit, die vollständige die Aufgabenliste.
Grenzen
- Ein Vorgang ist kein Beleg. Angebote, Rechnungen und Lieferscheine sind eigene Objekte mit
eigenen Regeln, siehe Commerce-Kernel.
- Die Ausprägung bestimmt die Oberfläche. Aufgaben und Tickets erscheinen in getrennten Flächen,
auch wenn dasselbe Objekt dahintersteht — das ist Absicht, weil sich die Arbeit unterscheidet.
- Zuständigkeit ersetzt keine Rechte. Wer zuständig ist, sieht deshalb nicht mehr; die Rechte
entscheiden.