Mehrmarkenfähigkeit
Zweck
Ein Haus, mehrere Auftritte: Marken erlauben es, unter verschiedenen Namen zu arbeiten, ohne mehrere Installationen zu betreiben oder Stammdaten doppelt zu pflegen.
Die Entscheidung dahinter ist gezielt: Getrennt wird, was getrennt gehört — Belege, Auftritt, Zuständigkeit. Gemeinsam bleibt, was gemeinsam ist — Kunden, Artikel, Kontakte.
Funktionsumfang
- Je Marke ein eigener Auftritt: rechtliche Firmierung, Logos und ein Farbschema für die
ausgehende Kommunikation.
- Belege und Vorgänge gehören zu einer Marke. Nummernkreise, Vorlagen und Versandkonten lassen
sich je Marke fassen — mit einer markenübergreifenden Fassung als Auffangnetz, sodass nur der Unterschied gepflegt wird, nicht jede Marke einzeln.
- Stammdaten bleiben markenneutral. Ein Kunde ist ein Kunde, unabhängig davon, unter welcher
Marke ihm etwas verkauft wurde.
- Rechte wirken je Marke. Maßgeblich ist das Recht in der jeweiligen Marke, nicht die bloße
Zugehörigkeit, siehe Rollen & Rechte.
- Marken-Auswahl in Listen erscheint nur, wenn es etwas zu wählen gibt.
Zusammenspiel
Die Marke prägt vor allem die Kommunikation — Absenderkonto, Mail-Layout, Fußzeile — und die Belege aus dem Commerce-Kernel. Einstellungen lassen sich systemweit oder je Marke fassen.
Grenzen
- Kein Mandantenmodell. Marken trennen Belege und Auftritt, nicht die Datenbank. Wer echte
Trennung getrennter Unternehmen braucht, betreibt getrennte Installationen.
- Der Marken-Kurzname ist dauerhaft. Er taucht an Stellen auf, die sich nicht alle nachziehen
lassen.
- Produktdoku ist markenneutral. Diese Doku beschreibt das Produkt, nicht eine bestimmte Marke.
- Das Umhängen eines Belegs auf eine andere Marke verlangt das Recht in der Ziel-Marke, nicht nur
in der Ausgangsmarke.