Rollen & Rechte im Überblick
Zweck
Es gibt ein Rechtemodell, und es gilt überall gleich: in der Oberfläche, an der Schnittstelle, in Automationen und für die KI. Wer die Rechte einmal versteht, versteht sie für das ganze System.
Das ist mehr als Bequemlichkeit. Ein zweites Rechtemodell für einen zweiten Zugangsweg ist die verlässlichste Art, ein Datenleck zu bauen: Es wird beim ersten Mal richtig gepflegt und danach vergessen.
Funktionsumfang
- Rechte im Muster
modul.objekt.aktion— an der Benennung allein lesbar, wer welchem Ding was
antun darf.
- Rollen bündeln Rechte. Konten bekommen eine Rolle, keine Einzelrechte.
- Rechte addieren sich; es gibt kein Verbieten. Wer zu viel sieht, hat es an einer Stelle
bekommen — nicht an einer anderen verloren. Das macht die Fehlersuche eindeutig.
- Objektbezogene Prüfung. Nicht nur „darf diese Person Kunden lesen", sondern „darf sie diesen
Kunden lesen". Damit sind Zugriffe über geratene Kennungen ausgeschlossen.
- Marken-Schnitt am Recht. Wo Daten zu einer Marke gehören, gilt ein Recht in genau den Marken,
in denen es zugewiesen wurde — nicht in allen, in denen jemand irgendeine Zugehörigkeit hat.
- Getrennter Portal-Realm. Kundenzugänge leben in einem eigenen Anmeldebereich mit eigenen,
gegenstandsbezogenen Freigaben, siehe Kundenportal.
Zusammenspiel
Neue Plugins bringen eigene Rechte mit, die zunächst niemandem zugewiesen sind — ein Modul erweitert nie automatisch Befugnisse. Jede Rechteänderung und jede unter einem Recht ausgeführte Handlung steht in der Nachvollziehbarkeit.
Grenzen
- Kein Verbieten, nur Erlauben. Ausnahmen der Art „alles außer diesem einen Kunden" lassen sich
nicht als Recht ausdrücken.
- Wer Rollen verwalten darf, kann sich alles geben. Dieses eine Recht ist faktisch das höchste im
System und gehört entsprechend selten vergeben.
- Rechte werden bei der Anmeldung geladen. Eine Änderung wirkt für eine angemeldete Person erst
nach erneuter Anmeldung.