Beschaffung

Zweck
Das Beschaffungs-Modul steuert die externen Kosten — Beauftragungen an Lieferanten und Subunternehmer.
Sein eigentlicher Zweck ist nicht das Bestellen, sondern die Verpflichtung sichtbar zu machen, bevor sie zur Rechnung wird. Eine freigegebene Bestellung bindet Geld, das in keiner Buchhaltung auftaucht, solange nicht fakturiert wurde. Genau in dieser Lücke werden Projekte unbemerkt unwirtschaftlich.
Funktionsumfang
- Bestellungen mit Titel, Lieferant, Marke, Projektbezug, Bestelldatum, Lieferfrist,
Zahlungsziel, Toleranz in Prozent und Positionen.
- Sechs Zustände: Entwurf, Freigegeben, Versendet, Teilgeliefert, Abgeschlossen, Storniert.
- Zweistufiger Weg aus Freigabe und Versand, auch als Sammelaktion; **Freigeben ist ein eigenes
Recht**.
- Kennzahl Committet — verbindlich gebundenes Volumen ohne Entwürfe und Stornos.
- Einkaufs-Report mit Soll-Ist je Projekt und Lieferant, Abweichung, offenen und überfälligen
Bestellungen sowie optionalem Abgleich mit der Buchhaltung.
- Lieferanten-Sicht und -Bewertung als eigene Rechte.
- Anpassbarer Status-Katalog mit Lebenszyklus-Kategorie.
Zusammenspiel
Der Projektbezug führt externe Kosten in die Projekt-Profitabilität — dort schließt sich der Kreis zwischen verkaufter Leistung und eingekaufter Zuarbeit. Gerechnet wird im Commerce-Kernel; Lieferanten-Stammdaten kommen aus dem Lieferanten-Modul, Eingangsrechnungen aus der Buchhaltung.
Grenzen
- Keine Eingangsrechnungs-Verarbeitung. Das Modul bestellt und verfolgt; die Rechnung des
Lieferanten läuft über die Buchhaltung.
- Kein Lagerzugang. Wareneingang und Bestandsführung sind eigene Module; hier wird der
Lieferfortschritt festgehalten.
- Entwürfe binden nichts. Erst die Freigabe macht eine Bestellung verbindlich — und damit
sichtbar im Committet.
- Ein Storno ist endgültig. Es lässt sich nicht zurücknehmen.
- Ohne Projektbezug keine Projekt-Auswertung. Eine Bestellung ohne Zuordnung ist eine Kost ohne
Adresse.